Mittwoch, 25. Juli 2018

"MZ vor Ort" am vergangenen Montag


Kurz vor 10 Uhr trafen  Fotograf und MZ-Redakteur Fabian Wagener in Welbsleben ein. Der Heimat- und Kulturverein hatte an einem Schattenplatz noch eine Festbankgarnitur und Stehtische aufgestellt, so dass einem lockeren Gespräch nichts im Wege stand.

Um 11 Uhr fuhren  die Verkaufswagen der Vitaminquelle und Bäckerei Steinecke vor. Auch dort brachten die Wartenden mehrere Anliegen vor, wollten sich jedoch dazu nicht am Tische äußern. Auch diese Themen sind eingeflossen.

Was wurde angesprochen?

  • Baumschnitt bei Friedhof und bei Kirchhof. Anlieger betrachten diesen als unzureichend und fürchten, dass irgendwann so ein Baum auf Häuser fällt und mehr als Sachschaden anrichtet.
  • Verkehrsbelastung: Hier waren es vor allem Anwohner der Siedlung, welche auf eine dramatische Verschlechterung der Situation durch Schwerverkehr hingewiesen haben. Angeregt wurde auch eine Verlegung der Ortseinfahrtstafel mit entsprechenden Geschwindigkeitsbeschränkungen um ca. 150 Meter in Richtung Putenfarm.
  • Thema für die Redaktion war  die Stellung der Bürgerinitiative im Ort, nachdem es diesbezüglich ja schon mal Medienberichte gab. Bei allen Anwesende war unbestritten, dass die Anliegen berechtigt sind, lärmmindernde Maßnahmen wünschenswert sind und man letztlich auf eine schnelle Realisierung der B180-Umfahrung hoffen muss. Unterschiedlich waren die Meinungen bezüglich des Vorgehens der Initiative und der Kommunikation.
  • Wartende Einwohnerinnen am Verkaufswagen beklagten die Verlegung der Bushaltestelle an die Schule, womit der Weg auf den Bus NOCH weiter geworden sei. Gerade für den Bus nach Aschersleben wünschten sie sich eine Haltestelle bei der ehemaligen  Volksbank oder bei der Forelle.
  • Wegzug der Volksbank wird als großer Verlust bezeichnet.
  • Kommunikation Behörden Bevölkerung  verbesserungswürdig. Zu viele Dinge würden eigentlich erst bekannt, nachdem die Entscheide bereits gefallen seien. Dies sei jedoch auch eine Veränderung, welche durch die Gemeindegebietsreform begründet sei.
  • Positiv hervorgehoben wurden die vielfältigen Vereins-Aktivitäten im Dorf, das reichhaltige Veranstaltungsangebot in der Einetalhalle, aber auch die verschiedenen Angebote durch die Schützengesellschaft und die breit gelagerten Aktivitäten des Sportvereins Welbsleben. Rassekaninchenzuchtverein, Geflügelzuchtverein mit jährlichen Ausstellungen, der Reit- und Fahrverein mit dem jährlichen Reiterfest, die Einetaler-Jäger mit Frühlings- und Herbstfest, die verschiedenen Anlässe des Heimat- und Kulturvereines.  Der Standort Schule, inklusive KITA und Hort, welche mit großem Aufwand saniert wurden. Erwähnt wurde ebenfalls die laufende Verlegung der Infrastrukturen für Breitband-Internet.
  • Positiv auch die Zusammenarbeit aller Ortsvereine, welche sich jährlich alternierend in der gemeinsamen Ausrichtung des Heimat- und Kinderfestes zeigt. Ebenfalls hervorgehoben wurde die gemeinsame Anstrengung im Dorf, den Jugendclub wieder herzurichten.
  • Bezüglich Einetalhalle wurde eine bessere und reichhaltigere Küchenausstattung gewünscht.
  • Zukunft? Klar ja. Vorhandener Leerstand im Dorf ist durch familiäre Zusammenhänge bedingt. Auf dem freien Immobilienmarkt gibt es nichts zu kaufen und wenn,  findet sich schnell ein neuer Besitzer. Die Nähe zu Aschersleben und Hettstedt erweist sich als Vorteil.
  • Ansonsten, was gab es noch? Hähne, welche zu früh krähen, Geruchsbelästigungen, das Thema Ordnung vor den Häusern..
Kein einfaches Unterfangen für die MZ, das alles zu bündeln, oder eine Auswahl zu treffen. Wir werden sehen, was alles aufgegriffen wird/werden kann.  Der Beitrag ist hier verlinkt, sobald er  online verfügbar ist. Alle Anwesenden begrüssten es, dass die MZ  den Kontakt mit den Dörfern sucht und wünschten dem Projekt "MZ vor Ort" viel Erfolg.

Fazit?  Erich Büttner brachte es auf den Punkt: " Es war schön, dass wir uns da zusammensetzen konnten. Eigentlich müsste man sich jede Woche einmal so treffen. Man sieht sich ja sonst nicht. "

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